Umweltfreundliche Lieferung: Fasse deine Take-away-Bestellungen zusammen und wähle mit Bedacht

Umweltfreundliche Lieferung: Fasse deine Take-away-Bestellungen zusammen und wähle mit Bedacht

Take-away gehört für viele Menschen in Deutschland längst zum Alltag. Ob nach einem langen Arbeitstag oder am Wochenende – das Essen bequem nach Hause liefern zu lassen, spart Zeit und Aufwand. Doch jede Bestellung hat auch ökologische Folgen: Transport, Verpackung und Lebensmittelverschwendung verursachen CO₂-Emissionen. Mit ein paar bewussten Entscheidungen kannst du jedoch dafür sorgen, dass dein Lieblingsessen nicht nur lecker, sondern auch nachhaltiger ist.
Bestellungen bündeln – weniger Fahrten, weniger Emissionen
Eine der einfachsten Möglichkeiten, die Umweltbelastung zu verringern, ist, mehrere Bestellungen zusammenzufassen. Statt mehrmals pro Woche kleine Bestellungen aufzugeben, kannst du planen und größere Mengen auf einmal bestellen – oder dich mit Freunden oder Nachbarn zusammentun.
Wenn du Bestellungen bündelst:
- Reduzierst du die Anzahl der Lieferfahrten – und damit den CO₂-Ausstoß.
- Sparst du Verpackungsmaterial, da mehrere Gerichte gemeinsam verpackt werden können.
- Profitierst du oft von günstigeren Konditionen, etwa durch entfallene Liefergebühren ab einem bestimmten Bestellwert.
Gerade in Mehrfamilienhäusern oder WGs lohnt es sich, gemeinsame Bestellungen zu organisieren. So wird aus einer Lieferung gleich ein geselliges, nachhaltiges Essen.
Wähle Restaurants mit Verantwortung
Nicht jedes Restaurant legt denselben Wert auf Nachhaltigkeit. Manche Betriebe setzen auf regionale Zutaten und umweltfreundliche Verpackungen, andere weniger. Achte bei deiner Auswahl auf:
- Lokale Restaurants, die mit regionalen Produzenten zusammenarbeiten.
- Nachhaltige Verpackungen, etwa aus recyceltem oder kompostierbarem Material.
- Vegetarische oder vegane Optionen, die meist eine bessere Klimabilanz haben.
- Zertifizierungen, wie Bio-Siegel oder Fairtrade-Kennzeichnungen.
Viele Lieferplattformen in Deutschland – etwa Lieferando oder Wolt – zeigen inzwischen Informationen zu Verpackung und Nachhaltigkeit direkt in der App. Nutze diese Hinweise, um bewusster zu wählen.
Verpackung clever nutzen und richtig entsorgen
Verpackungen sind ein großes Problem im Take-away-Bereich. Doch du kannst selbst aktiv werden:
- Lehne Einwegbesteck und Servietten ab, wenn du zu Hause isst.
- Trenne den Müll korrekt, damit Materialien recycelt werden können.
- Verwende stabile Behälter mehrfach, wenn sie sauber und unbeschädigt sind.
- Unterstütze Restaurants mit Mehrweg- oder Pfandsystemen.
In vielen deutschen Städten – etwa Berlin, München oder Hamburg – gibt es inzwischen Mehrwegsysteme wie reBowl oder Vytal, bei denen du Behälter zurückgeben und wiederverwenden kannst. So sparst du Abfall und unterstützt nachhaltige Konzepte.
Umweltfreundliche Transportoptionen nutzen
Der Transport ist einer der größten CO₂-Faktoren bei Lieferdiensten. Du kannst hier gezielt umweltfreundlichere Optionen wählen:
- Hole dein Essen selbst ab, wenn das Restaurant in der Nähe ist – zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
- Wähle Lieferungen per E-Bike oder Elektroauto, falls die Plattform das anbietet.
- Vermeide Stoßzeiten, in denen Fahrer oft längere Strecken zurücklegen müssen.
Einige Plattformen zeigen inzwischen an, mit welchem Fahrzeug deine Lieferung erfolgt. So kannst du dich bewusst für die grünere Variante entscheiden.
Lebensmittelverschwendung vermeiden
Auch beim Take-away spielt Lebensmittelverschwendung eine Rolle. Bestelle nur so viel, wie du wirklich essen kannst – und bewahre Reste auf, statt sie wegzuwerfen. Viele Gerichte schmecken am nächsten Tag sogar noch besser.
Du kannst außerdem:
- Reste teilen, etwa mit Mitbewohnern oder Nachbarn.
- Übriggebliebenes einfrieren für stressige Tage.
- Kreativ mit Resten kochen, zum Beispiel Wraps, Salate oder Pfannengerichte daraus machen.
So sparst du Geld und reduzierst gleichzeitig deinen ökologischen Fußabdruck.
Kleine Schritte, große Wirkung
Nachhaltiger Take-away bedeutet nicht, auf Komfort zu verzichten – sondern ihn bewusster zu nutzen. Wenn du Bestellungen zusammenfasst, lokale Restaurants unterstützt und auf Verpackung und Transport achtest, kannst du mit kleinen Veränderungen viel bewirken.
Das nächste Mal, wenn du Lust auf Pizza, Sushi oder Curry hast, frag dich: Kann ich meine Bestellung umweltfreundlicher gestalten? Meistens lautet die Antwort: Ja – und das Klima wird es dir danken.













